Generationenwohnen Teupelacker Landschlacht

Ortsbau und Architektur

 

Landschaftlich ist der Ort geprägt durch den reizvollen Bachverlauf im Süden mit seiner Vegetation und die grosse Wiese im Norden. Das bauliche Umfeld ist sehr heterogen. Wichtige Elemente sind die gegenüber liegende St.Leonhardskapelle und der Wohnhof der benachbarten Genossenschaft Manau mit seiner Sonderstellung im Quartier. Das gemeinschaftliche Wohnen am Hof scheint uns für die gestellte Aufgabe prädestiniert.

 

Der neue Genossenschaftsbau knüpft am benachbarten Hof an, so dass zusammen ein neues Ganzes entsteht. Er übernimmt dessen Typologie, Stellung und Dimensionen. Die Ausformulierung ist eigenständig und in die heutige Zeit übersetzt.

 

Der neue Hof öffnet sich zur Manau und dem Teupelackerweg. Über den seitlichen Zugang zum Café Manau sind die beiden Höfe vernetzt. Baum- und Pflanzinseln akzentuieren diese Verbindung.

 

Die Nutzungen mit öffentlichem Charakter (Gemeinschaftsräume, Arztpraxis, Laden, Jugendtreff, etc.) und der Haupteingang sind um den Hof im Erdgeschoss angeordnet. Der zentrale Haupteingang besitzt einen grosszügigen Windfang, welcher als Verteiler zwischen den angrenzenden Nutzungsbereichen funktioniert.

 

Durch die Ausformulierung der Hoffassade in den Obergeschossen als Lauben, strahlt der Hofraum einen halböffentlichen Charakter aus. Die Laube dient darüber hinaus als Begegnungsort und auch als Fluchtweg. Die unterschiedlichen Bewohner können, wenn gewollt, über diesen, durch einfachste Mittel gegliederten Erschliessungsbereich, zusammen interagieren. Stützen schaffen kleine Nischen vor den Wohnungen, welche privat möbliert  werden können.

 

Ein umlaufendes, unterschiedlich tiefes Vordach prägt die äussere Erscheinung. Mit den daran befestigten, aus der Fassade springenden Loggien, verbindet sich dieses zu einer gestalterischen Einheit, welche den Baukörper gliedert und rhythmisiert.

Wettbewerb:

2019, 1. Preis

Auftraggeber:

Wohnbaugenossenschaft Teupelacker, Landschlacht

Projekt und Ausführung:

2019-

Mitarbeiter

Sascha Mayer, Roland Wittmann, Timo Kellenberger, Rafael Kalberer