Antoniol+Huber+Partner Architekten BSA / SIA - Frauenfeld | HIAG Ermatingen
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HIAG Ermatingen

Die Reduktion der geforderten offenen Parkplätze aus der ersten Stufe lässt unsere ursprüngliche Projektidee wieder aufleben.

 

Die Laden und Gewerbebauten finden Platz an der Strassenseite und lassen seeseitig Freiraum für die lärmgeschützen Wohnbauten. Auf diese Weise ist auch eine strukturelle Entflechtung möglich, wodurch die Flexibilität erhöht wird.

Im Zentrum der Anlage wird ein öffentlicher Platz gestaltet an welchen Läden, Restaurant und Wohngassen münden. Er öffnet sich gegen den See und ist räumlich gefasst durch die Bauten.

 

Die Wohnbauten sind nach Nutzung differenziert. Die Eigentumswohnungen werden in fünf Punktbauten untergebracht, die Mietwohnungen liegen im westlichen Baukörper und die Alterswohnungen über dem Restaurant.

Alle Wohnungen sind auf die besondere Situation ausgerichtet, d.h. im Süden Die Sonne, im Norden der See. Die Grundrisse reagieren darauf mit durchgehenden Wohnbereichen. Die lärmbeschallten Alterswohnungen sind durch die Anordnung der Räume und den südlichen Wintergarten geschützt.

 

Die Gewerbebauten liegen entlang der Hauptstrasse als Adresse und lassen den Betrieben Raum zur Werbung. Die Längsparkplätze tragen diesem Anliegen nach eigener Adresse Rechnung und erlauben eine direkte Zufahrt. Die Eingangsseite ist im Baukörper eingerückt und bildet einerseits einen gedeckten Zugang und andererseits eine kleine Galerie, welche auch als Büro oder Atelier genutzt werden kann. Diese Ueberhöhung verbessert zudem den Schallschutz und gibt dem Baukörper eine grössere Kraft.

 

Das Ladengebäude fasst die Eingangsbereiche der vier Betriebe zusammen und orientiert sich auf den Parkplatz, das Restaurant und den Platz. Die Warenanlieferung erfolgt auf der Westseite und bedient intern alle Läden.

 

Die Arealerschliessung erfolgt ab der Bahnhofstrasse.

Die Etappierung beginnt im Westen und erstreckt sich bis zur heutigen östlichen Halle. Die zweite Etappe ersetzt die Halle durch drei Bauten mit Eigentumswohnungen und drei weiteren Gewerbebauten. Die Riedstrasse wird zu diesem Zeitpunkt rechtwinklig über die Geleise geführt und dadurch vom Areal abgekoppelt und entflochten.

 

Die Umgebungsgestaltung gliedert sich in drei Bereiche, welche aus der Situation gestaltet werden. Entlang der Hauptstrasse wird eine Reihe Bäume auf der Längsparkierung die Strassenflucht betonen. Auf dem Platz besetzen dank hoher Überdeckung der Tiefgarage zwei  grössere Baumgruppen den Raum. Richtung See öffnen „Schilfinseln“ den Blick in die Landschaft.

 

Konstruktion und Materialkonzept. Alle Bauten sollen durch eine ruhige Oberfläche aus Holz zu einer Einheit verschmelzen. Die Konstruktion ist als Hybrid gedacht, d.h. die Statik aus Stahlbeton und die Fassaden aus Holz. Im Gewerbebau und im Ladengebäude ist das Dach ebenfalls aus Holz konstruiert.

Wettbewerb:

2013, 2. Preis