Annagarten Baufeld 3 Flawil

2003 führte die Gemeinde Flawil einen Studienauftrag durch, mit dem

Ziel, im Annagarten einen Überbauungsplan mit geeigneten Rahmenbedingungen für Wohneigentum zu schaffen. Drei Architekturbüros wurden eingeladen. Das Büro Bottlang aus St.Gallen konnte mit seinem Vorschlag überzeugen. Als faszinierend beurteilte die Jury die Idee der Clusterbildung.

Auf der Basis dieses Vorschlages wurde anschliessend der Überbauungsplan konkretisiert und später genehmigt. Dieser sieht die Konzentration der bebauten Fläche in fünf Baufeldern vor, zugunsten einer weiterhin offenen, naturbelassenen Grünfläche. Dieses Grüngebiet, welches die neue Bebauung grosszügig umgreift, ist Teil des übergeordneten Landschaftsraumes.

Die im Überbauungsplan definierte Lage der Häuser richtet sich stark nach der Topographie, welche so wenig wie möglich verändert werden soll.

Vorgesehen war ausdrücklich die Möglichkeit, dass ganze Baufelder erworben werden können, mit der Bedingung, dass sich diese durch eine einheitliche Gestaltung auszeichnen und so die Idee der Clusterbildung zusätzlich verdeutlich wird.

Anfangs wurden die Parzellen dann einzeln, Stück für Stück, verkauft. Als unser Büro, Antoniol+Huber+Partner, davon erfuhr, ergriffen wir die Initiative und konnten das Baufeld 3 für eine Planung reservieren. Mit ersten Skizzen in der Tasche vermochten wir die Stutz AG, mit welcher wir eine langjährige Partnerschaft pflegen und in Frauenfeld zwei grössere Überbauungen realisiert haben, als Bauherr zu gewinnen.

Die Planung wurde vorangetrieben und Varianten studiert. 2010 erfolgte dann eine punktuelle Anpassung des Überbauungsplans. 2011/12 wurde die Baubewilligung erteilt.

Baufeld 3 bildet zusammen mit Baufeld 2, den baulichen Auftakt zur Siedlung Annagarten. Sehr wichtig ist uns ein prägnantes und einheitliches Erscheinungsbild. Baulich besteht das Baufeld 3 aus zwölf Einfamilienhäusern in Form von Einzel- oder Doppelhäusern, mit privatem Garten. Die Häuser sind grosszügig und effizient organisiert. Die Verkehrsflächen sind so konzipiert, dass sie nicht nur der reinen Erschliessung dienen, sondern zusätzlich genutzt werden können, als Spielzimmer oder Bibliothek und Entrée.

Auffällig sind die Erker Richtung Gasse, welche jeweils den Hauszugang markieren. Die südorientierten und gut besonnten Schlaf- und Wohnräume öffnen sich zum Garten hin und sind raumhoch verglast. Die nordorientierte Gassenseite mit der Küche und den Sanitärräumen ist dagegen eher geschlossen.

Den Wohnräumen vorgelagert ist jeweils ein erkerartiger, gedeckter Gartensitzplatz. Dieser kann optional ausgebaut und das Haus so um ein Zimmer vergrössert werden. Optional ist auch ein „Gartenschöpfli“ zu haben, ein Element, welches im ursprünglichen Überbauungsplan nicht vorgesehen war und welches die Gassen räumlich fasst.

Auftraggeber:

STUTZ AG

Projekt und Ausführung:

2013-16

Mitarbeiter:

Thomas Flämig, Selina Stettler, Fabian Lobsiger